Ergänzende Therapien

in der Praxis für ärztliche Osteopathie Hamburg


Liebe Patientin, lieber Patient,

 

hier finden Sie Informationen zu Therapie und Behandlungsformen, die ich in meiner Praxis für ärztliche Osteopathie als Ergänzung einsetze.


Atlastherapie nach Arlen


Sanfte Impulse mit großer Wirkung!

Wussten Sie schon, das ihr Körper einen Atlas hat ? Meist können nur Medizinprofis mit diesem Begriff etwas anfangen. Denn in der Medizin versteht man den Begriff Atlas nicht geographisch als eine Sammlung von Landkarten: Gemeint ist die Halswirbelsäule als Übergangszone zwischen Kopf und Körper. Das besondere an dieser Körperregion: Sie unterscheidet sich in ihrer Muskel und Nervenstruktur deutlich von allen anderen teilen der Wirbelsäule. Hier befinden sich auf engsten Raum hundertmal mehr Nervenrezeptoren als in anderen Regionen des Körpers. Diese Rezeptoren steuern die Funktionen von vielen auch entfernt gelegenen Organsystemen.

 

Dr. Albert Arlen ein französischer Allgemeinarzt nutzte dieses Wissen um eine neue Behandlungsmethode zu entwickeln, die nach ihm benannte Atlastherapie nach Arlen. Diese Behandlung dient dazu durch gezielte Beeinflussung (Reizung) der Nervenrezeptoren die Regulation des vegetativen Nervensystems und dadurch die Funktion in den nachgeordneten Organen des Körpers zu verbessern.

 

Die Atlastherapie ist dabei ganz anders als die Behandlungstechniken der Chirotherapie, die Sie vielleicht schon kennen gelernt haben. Hier gibt es kein ruckartiges einrenken und knacken, sondern der Arzt stimuliert die Nackenrezeptoren sanft mit kurzen gut dosierten Druckimpulsen und den Atlasquerfortsatz. Bei einer vorhergehenden Untersuchung des Bewegungsapparates hat der Arzt auch die Stellung und genaue Lage des Atlaswirbels ermittelt.

 

Der Atlas als oberster Halswirbel, ist die Verbindung von Kopf zu Wirbelsäule. An diesen Schlüsselpunkt ist die Nervendichte extrem hoch. Bei der Atlastherapie wirken kurze Mikroimpulse auf den Atlas ein. Dies ist ein Weg zum Spannungsabbau im ganzen Körper.

 

Die Reizung der Nerven löst eine Antwort des vegetativen Nervensystems (Reflex ) aus - die bestehenden Reizleitungen werden unterbrochen, was zu einenverbesserten Informationsfluss über die Nervenbahen und zu einer Lösung von Muskelverspannungen führt. Es kommt zu einer Normalisierung des Muskeltones, einer Verbesserung der Beweglichkeit und der Lösung von Entwicklungsblockaden (z.B. bei Säuglingen und Kleinkindern).

 

Die Atlastherapie nach Arlen ist eine ärztliche Behandlungsform der manuellen Medizin. Sie wird in speziellen Kursen nur für Ärzte mit Facharztausbildung und Weiterbildung in Manueller Medizin / Chirotherapie unterrichtet.

 

Die Atlastherapie eignet sich besonders zur Behandlung von:

  • Chronischen Schmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Entwicklungsstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Schwindel und Tinnitus
  • Funktionellen Bewegungsstörungen
    z.B. bei Multipler Sklerose, Moorbus Parkinson oder nach Schlaganfall
  • Sehstörungen
  • vegetativen Beschwerden, 
    wie starkes Schwitzen, kalte Füße, Kloßgefühl im Hals

Die Atlastherapie nach Arlen ist eine exzellente Ergänzung der Techniken der ärztlichen Osteopathie.

Dorntherapie


Einfachheit, Sanftheit, manuelle Anwendung

Die Dorntherapie ist eine Behandlungsform aus der Volksmedizin entwickelt hat. Zu ihrer Verbreitung und Weiterentwicklung hat der Allgäuer Landwirt und Sägewerkebesitzer Dieter Dorn entscheidend beigetragen. Er selbst hat diese Methode von einem in seinen Dorf lebenden "Knochenbrecher", so nennt man dort die Laienheiler die durch einrenken heilen, gelernt. Diese Methoden sind tief in der Volksmedizin Europas und vieler anderer Länder verwurzelt.

 

Die Dorntherapie hat eigene Grundsätze, diese sind: Einfachheit, Sanftheit, manuelle Anwendung, alle Gelenke sind behandelbar. Es wird immer eine Positionsdiagnostik am Gelenk / Wirbel durchgeführt. Ganz entscheidend ist die Untersuchung der Beinlänge und von Becken- und Kreuzbeinfehlstellungen. Diese werden als erstes korrigiert, danach folgt die Behandlung der Wirbelsäule und zum Abschluß die Behandlung der Arme und Schultern. Zur Behandlung der Wirbelsäule schwingt der Patient mit sein Bein zur Behandlung von Kreuzbein und Lendenwirbelsäule. Zur Behandlung der Brustwirbelsäule schwingt der Patient mit dem Arm. Der Therapeut hält auf der Höhe der Wirbelfehlstellung mit sanften Druck gegen den Wirbel, bis die Fehlstellung korrigiert ist. In der Halswirbelsäule erfolgt die Bewegung durch eine Neinbewegung des Kopfes des Patienten. Der Vorteil der Dorntherapie liegt bei Beachtung ihrer Kontraindikationen in Ihrer Sicherheit und Einfachheit. Sobald der Patient starke Schmerzen verspürt stellt er die Bewegung ein und schützt sich so selbst.

 

Den Patienten werden nach der Behandlung Eigenübungen gezeigt die er zu Hause durchführen soll, um die Behandlung beim Arzt zu unterstützen.

 

Die Dorntherapie ist keine Chiropraktik! Der Patient arbeitet immer mit und spürt was passiert und kann es kontrollieren. Die Dornmethode arbeitet ohne Stoßen, Reißen, Ziehen und Geschwindigkeit.

Die Dorntherapie ist eine ideale Ergänzung zur ärztlichen Osteopathie und lässt sich sehr gut mit dieser kombinieren.

Sanfte manuelle Medizin nach Graulich


Die sanfte manuelle Medizin nah Graulich (SMT) ist eine Weiterentwicklung der Dorntherapie und erweitert diese um viele wichtige neue Grifftechniken und Ansätze. Diese Techniken haben Eingang in die in meiner Praxis angewendeten Behandlungstechnicken gefunden.

Manuelle Medizin / Chirotherapie


Die Manuelle Medizin / Chirotherapie ist die grundlegende Ausbildung in Manueller Medizin, die jeder Arzt in Deutschland durchläuft, der Patienten mit manueller Medizin behandeln will. Auch ich habe diese Ausbildung durchlaufen und sie ist die Voraussetzung für die Ausbildung in ärztlichen Osteopathie bei der DAAO.

Die Dachgesellschaften für Manuelle Medizin in Deutschland tragen sehr viel zur wissenschaftlichen Untermauerung der manuellen Medizin und der Biomechanik auf der beruht auf.

Funktionelle Neuropunktur /Akupunktur


Die funktionelle Neuropunktur ist eine auf moderner westlicher Anatomie und Physiologie beruhende Form der Akupunktur. Sie verzichtet komplett auf das Konzept von Meridianen und Akupunkturpunkten. Behandelt werden spezifische Areale, die durch antomische Bezeihungen lokalisiert werden. Die Wirkung der Neuropunktur findet über
das Nervensystem statt. Dies entspricht auch der Erfahrung, daß die Wirkung von Akupunktur sofort aufhört wenn z.B. die Extremität, die genadelt wird, duch eine lokalanästhetische Nervenblockade betäubt wird.

Es wird mit wenigen Nadeln und kurz behandelt. Die Nadeln verbleiben nur wenige Sekunden bis maximal 2 Minuten im Körper . Eine Besonderheit ist die Nadelung der Knochenhaut (Periostakupunktur) die sehr wirksam ist.

 

Insgesamt handelt es sich um ein nebenwirkungsarmes und sehr effektives Verfahren, daß sich sehr gut mit der ärztlichen Osteopathie behandeln lässt.

Behandlung der Myogelosen und Triggerpunkte


Triggerpunkte sind Punkte in der Skelettmuskulatur, die zu lokalen und zu ausstrahlenden Schmerzen führen können. Muskelverspannungen die Ursache vieler Schmerzen im Bewegungsapparat, Rücken, Gelenken und von Kopfschmerzen. In ihrer Behandlung setze ich Akupunktur und Osteopathische Technicken sowie die Gelomassage

und Gelotripsie. Die Gelomassage und Gelotripsie ist eine Form der Behandlung die auf den deutschen Arzt Max Lange zurückgeht. Er beschrieb schon 1931 in seinen Buch Die Muskelhärten (Myogelosen) die Behandlung dieser schmerzhaften Verhärtungen der Muskulatur. Zu dieser Zeit gab es eine breite Kultur der Manuellen Medizin in Deutschland, die leider mit dem Zweiten Weltkrieg verloren ging.

Die Behandlung von Triggerpunkte und Myogelosen ergänzt die Osteopathie auf hervorragende Art und Weise.