80 Prozent aller Rücken-OPs nicht notwendig.

Operation nicht sinnvolll bei Bandscheibenvorfall
Die meisten Rückenschmerzen haben nichts mit der Bandscheibe zu tun.

Gerade bei Bandscheiben- Vorfällen wird in Deutschland schnell und viel zu häufig zum Skalpell gegriffen. Die Schmerzen verschwinden in 9 von 10  Fällen ohne Operation! Die Indikation für eine Operation sind Lähmungserscheinungen, Harn-und Stuhlinkontinenz. Die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie besagen, dass selbst bei nachgewiesenen symptomatischen Bandscheibenvorfall 90% der Betroffenen durch konservative Maßnahmen geheilt werden können. Dabei haben die meisten Rückenschmerzen nichts mit der Bandscheibe zu tun! Rückenschmerzen haben vielfältige Ursachen: Muskelverspannungen, funktionelle Beinlängendifferenzen mit der Folge von Statikproblemen der Wirbelsäule, Blockierungen aber auch seelische Traumata können die Ursache sein.

Diese lassen sich am besten durch eine eingehende Anamnese und körperliche Untersuchung auseinanderhalten.  Die meisten Patienten die heute wegen Rückenschmerzen zum  Orthopäden gehen, erleben wie sie schnell zur MRT- Untersuchung der Wirbelsäule geschickt werden. Beim geringsten Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls wird die Operation als Therapie empfohlen und das Skalpell gezückt. Doch ist der Bandscheibenvorfall überhaupt für die Schmerzen verantwortlich ? In einer amerikanischen Untersuchung wurden Patienten mit und ohne Rückenschmerzen im MRT untersucht. Die Patienten ohne Rückenschmerzen hatten radiologisch mehr nachweisbare Bandscheibenvorfälle, als die mit Schmerzen! Bandscheibenvorfälle verursachen eher selten Schmerzen! Ein Bandscheibenvorfall ist keine Krankheit, eher eine Verschleißerscheinung der Bandscheibe! Ein normaler Alterungsprozess.

Doch was sollte man tun? Eine Operation ist nur notwendig bei Lähmungserscheinungen. Konservative Maßnahmen stehen eindeutig in der ersten Reihe der Behandlung.

  1. Keine Bettruhe, die Patienten sollten so gut wie möglich ihren Alltagstätigkeiten nachgehen. Zu viel Ruhe schwächt die Rückenmuskulatur! Bewegung ist ein notwendiger Heilreiz!
  2. Medikamente zur Schmerzlinderung in Tablettenform, Durch Injektionen werden oft  Spritzenabszesse ausgelöst.
  3. Krankengymnastik zur Lockerung der Muskeln kann unterstützen
  4. Akupunktur kann hilfreich sein. 
  5. Die Techniken. ärztlichen Osteopathie können helfen. In einer Studie in Orlando/Florida konnte nachgewiesen werden, das ärztliche Osteopathie die Schmerzen deutliche reduziert und die Krankheitsdauer erheblich verkürzt.

Es gibt also ausreichend alternativen zur Bandscheiben Operation!  Versuchen sie es erst mit den konservativen Therapien bevor sie sich operieren lassen!

 

Aus rechtlichen Gründen sei darauf hingewiesen, dass in der Nennung beispielhaft aufgeführter Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Grundsätzlich ist festzustellen dass einigermaßen zuverlässige Aussagen/Studien zur Wirksamkeit und Effektivität osteopathischer Behandlungen

nur bei wenigen Erkrankungen vorliegen. Im wesentlichen bei chronischen Schmerzsyndromen der Wirbelsäule bei muskuloskeletalen Störungen und im viszeralen Bereich. (Deutsches Ärzteblatt 2009,106 (6))

 

Dirk Gahlenbeck

Arzt und Osteopath

Moorhof 2d

22399 Hamburg