Ärztliche Osteopathie hilft bei Tennisarm

Der Tennisarm , jeder hat davon gehört, viele leiden darunter .Salben, Spritzen, Schall-und Stoppstellen, Physiotherapie, zuletzt soll  eine Operation es richten. Muss es wirklich soweit kommen? Was kann wircklich helfen?Was sollte man lassen? Wo kommt er her?

Der Ellenbogen ein empfindliches Gelenk in guten Händen beim ärztlichen Osteopathen
Der Ellenbogen ein empfindliches Gelenk in guten Händen beim ärztlichen Osteopathen

Die Epicondylitis humeriradialis, im Volksmund Tennisarm genannt entsteht durch eine repetitive Überbeanspruchung der Unterarmmuskeln.

Ob beim Tennisspielen, Schlägersportarten, Fließbandarbeit oder das wiederkehrende Bewegen schwerer Gegenstände die Überbeanspruchung ist der Auslöser. Es handelt sich hier jedoch nicht um eine Entzündung wie häufig angenommen. Histologische Untersuchungen belegen das es sich um eine degenerative Tendinose handelt.

Die Diagnose  bedarf keiner Laboruntersuchung oder großer Röntgenuntersuchung. Typisch ist der lokale Druckschmerz am radialen Ellenbogen. Auch Provokationstests weisen den weg. Röntgen und MRT dienen nur bei wiederholt auftretenden Krankheitsbild, den Ausschluß von Begleiterkrankungen. Die häufig durchgeführte Cortisoninjektion hat sich in Studien als nicht erfolgreich erwiesen. Es besteht eine hohe Rezidivneigung und es können diverse Komplikationen wie eine Haut- und Muskelatrophie und Infektionen auftreten. In Studien erwies selbst Nichtstun und abwarten besser als die Kortisonbehandlung.

Injektionen mit Botulinustoxion zeigten eine gewisse Wirkung , führte aber in manchen Fällen zur zeitweisen Lähmung der Fingertrecker. Auch befindet sich diese Therapie befindet  noch im Versuchsstadium und ist noch nicht zugelassen. Die in der physiktherapeutischen Behandlung beliebten Ultraschallimpulse waren nicht besser als Placebo. Auf die unter Orthopäden beliebte extrakoporalen Stoßwellen sollte man wegen der sehr uneinheitlichen Studienergebnisse eher verzichten. Sollte sich nach 12 Monaten keine Besserung einstellen kann an eine Operation gedacht werden.Hierbei werden die betroffenen Sehnen gelöst und neu fixiert, sowie im Vorweg Begleitpathologien wie periartikuläre Verkalkungen und Adhäsionen gelöst. Nach der Operation erholter Patient eine Gipsschiene die er 2 Wochen lang Tag und Nacht tragen muss. Auf schwere Belastungen muss der Patient in den folgenden Monaten verzichten.

Eine in Deutschland noch wenig bekannt Behandlung für den Tennisarm ist die ärztliche Osteopathie. Mit spezifischen manuellen Techniken werden die Muskeln, Faszien, und Sehnen um den Ellenbogen entspannt und gelockert. Es kommt  lokal zu einer besser Durchblutung,eine Heilungsreaktion wird aktiviert. Schulter und Handgelenk werden auf Läsionen und Blockierung untersucht und falls vorhanden  behandelt. Sehr wichtig ist es die Gelenke der Brust und Halswirbelsäule zu untersuchen und im Bedarfsfall osteopathisch zu behandeln. Von hier gehen Nerven, Blut- und Lymphgefäße und Faszien zum Ellenbogen und tragen häufig zum entstehen des Tennisellenbogens bei. Die osteopathischen Behandlungen sind frei von den Nebenwirkungen der medikamentösen und operativen Verfahren.

 

Aus rechtlichen Gründen sei darauf hingewiesen, dass in der Nennung beispielhaft aufgeführter Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Grundsätzlich ist festzustellen dass einigermaßen zuverlässige Aussagen/Studien zur Wirksamkeit und Effektivität osteopathischer Behandlungen

nur bei wenigen Erkrankungen vorliegen. Im wesentlichen bei chronischen Schmerzsyndromen der Wirbelsäule bei muskuloskeletalen Störungen und im viszeralen Bereich. (Deutsches Ärzteblatt 2009,106 (6))

 

Dirk Gahlenbeck

Arzt und Osteopath

Moorhof 2d

22399 Hamburg