Ärztliche Osteopathie: Die Flut der Wirbelsäulen Operationen stoppen

Dirk Gahlenbeck, Arzt und Osteopath, Hamburg
Jeder leidet mal unter Rückenschmerzen, aber muss denn gleich operiert werden?

Fast jeder leidet irgendwann an Rückenschmerzen Viele  werden operativ behandelt. Dies ist nicht so oft notwendig, wie es geschieht. Eine Operation ist nur bei 10% der Patienten mit Rückenschmerzen notwendig. Wie kann sicher geklärt werden, ob eine Operation notwendig  ist oder nicht? Denn eins ist sicher, spezifische Auslöser von Rückenschmerzen dulden keinen Aufschub, bei der operativen Versorgung und jede nicht notwendige Operation ist eine zuviel. "Red Flags" beim Rückenschmerz sind ein deutliches Zeichen für Handlungsbedarf.

 

 


Diese " Red Flags "sind:

Hinweise auf Frakturen : Unfall und Steroidtherapie

Hinweise auf einen Tumor : Tumoranamnese, Schmerzen in Rückenlage,starker nächtlicher Schmerz, allgemeine Symptome wie Gewichtsverlust / Appetitlosigkeit, höheres Lebensalter

Hinweise auf eine Infektion: Fieber, Immunsupression, stattgefundene Infiltrationsbehandlung, Drogenmissbrauch, starker nächtlicher Schmerz

Hinweise auf einen starken Nervenschmerz: Harn-, Stuhlinkontinenz, Lähmungszeichen

 

Fehlen diese Alarmsignale , wird die Akutsymptomatik als nicht spezifischer Kreuzschmerz eingestuft. Hier ist es notwendig eine Verstärkung der Beschwerden durch eine übertriebene Diagnostik zu vermeiden. Hier ist eine adäquate Symptomkontrolle und Schmerztherapie notwendig, damit der Patient so schnell wie möglich wieder seinen üblichen Tätigkeiten nachgehen kann. Besonders geachtet werden muss auf das Risiko einer möglichen Chronifizierung. Diese wird durch folgende Begleitumstände gefördert: 

 

Depression : häufig ausgelöst durch Stress im Beruf

berufliche Faktoren: geringe Qualifikation, Unzufriedenheit , Mobbing

passives Schmerzverhalten: ausgeprägtes Schonverhalten

schmerzbezogene Kognition: Hilf-/ und Hoffnungslosigkeit, Angstvermeidungsverhalten

übertriebene Diagnostik: Überbewertung radiologischer Befunde, passive Therapiekonzepte, lange Krankschreibung

 

Hier ist eine zügige Schmerztherapie und ein multimodales Behandlungskonzept notwendig. Bei Rückenschmerzen sind Diclofenac, Ibuprofen, Paracetamol und Opioide immer nur so kurz wie möglich und nicht länger als 21 Tage einzusetzen. Bettruhe, zu starke Schonung und Massagen helfen bei Rückenschmerzen nicht. Helfen können moderate körperliche Aktivität. Weitere Behandlungsmöglichkeiten bieten ärztliche Osteopathie, das Dry Needling und die westliche Akupunktur .  Dry Needling ist das Anstechen des Muskels mit trockener Nadel ohne Medikamente, zur Muskelentspannung. Durch Periost Akupunktur, der direkten Nadelung der Knochenhaut, können zusätzliche Heilreize gesetzt werden

 

Bei  Fragen wenden Sie sich gerne an mich.

 

 

 

Bei  Fragen wenden Sie sich gerne an mich.

 

Dirk Gahlenbeck,

Arzt und Osteopath,

Moorhof 2d

22399 Hamburg

 

Aus rechtlichen Gründen sei darauf hingewiesen, dass in der Nennung beispielhaft aufgeführter Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Grundsätzlich ist festzustellen dass einigermaßen zuverlässige Aussagen/Studien zur Wirksamkeit und Effektivität osteopathischer Behandlungen

nur bei wenigen Erkrankungen vorliegen. Im wesentlichen bei chronischen Schmerzsyndromen der Wirbelsäule bei muskuloskeletalen Störungen und im viszeralen Bereich. (Deutsches Ärzteblatt 2009,106 (6))