Ärztliche Osteopathie: Morbus Sudeck!

Dirk Gahlenbeck, Arzt und Osteopath, Hamburg
Der Morbus Sudeck, schmerzhaft und chronisch.

Die Verletzung oder die Operation sind vorbei. Die Wunde ist verheilt. Doch die Schmerzen klingen nicht ab!  Wenn weitere Symptome wie Schwellungen, erhöhte oder erniedrigte  Hauttemperatur, verstärktes Haar- und Nagelwachstum, Muskelkrämpfe, sogar Lähmungen auftreten, dann liegt ein Morbus Sudeck, auch Sudecksche Dystrophie oder komplexes regionales Schmerzsyndrom ( CRPS, Complex Regional Pain Syndrom) vor. Es fühlt sich an wie eine Entzündung. Die Beschwerden treten einige Wochen nach der Operation oder Verletzung auf. Meist beginnt es mit starken, brennenden Schmerzen die bei Belastung zunehmen. . Woher kommt diese Erkrankung? Wie verläuft sie? Was kann helfen?

 

1900 beschrieb der Hamburger Chirurg Paul Sudeck die Erkrankung als entgleiste Heilentzündung. Das betroffene Gelenk erscheint entzündet zu sein, dennoch zeigen sich keine erhöhten Entzündungswerte im Blut zu finden. Im Verlauf der Erkrankung bildet sich die primäre Schwellung zurück. die Haut wird kalt und verfärbt sich bläulich, rötlich. Muskeln und Sehnen verhärten sich und das Gelenk ist schwerer zu bewegen. 

Am Ende ( Stadium 3) schrumpfen Sehnen, Muskeln, Die Haut spannt, ist kalt und  bläulich und verfärbt. Das Gelenk versteift. In den betroffenen Knochen kommt es  zu Osteoporose .

Im Jahr treten in Deutschland 10.000 - 40.000  Fälle von Morbus Sudeck auf. Der Verlauf der Erkrankung ist gut beschrieben, der Krankheitsprozess und seine Ursache sind weitgehend unbekannt. Als Auslöser werden zu enge Gipsverbände, das Richten von Knochenbrüchen oder gelenknahe Operationen diskutiert. Vermutet wird, dass eine gestörte Informationsübertragung im Gehirn die Ursache ist . Wissenschaftlicht gesichert ist alles nicht.

 

Leider wird die Erkrankung häufig erst spät erkannt. Die betroffenen Patienten haben häufig einen langen Leidensweg. Die Heilungschancen sind in den ersten Wochen am besten. Der Krankheitsverlauf  zieht sich über Monate bis Jähre hin.

 

Die Behandlung beginnt mit ausreichend hoch dosierten Schmerzmedikamenten ( Opiaten), damit eine Behandlung möglich ist.

Erfolgreich kann eine Behandlung  mit den Techniken der ärztlichen Osteopathie sein. Ergänzt kann dies durch dry  needling werden .Dry Needling ist das Anstechen des Muskels, und der Haut  mit trockener Nadel ohne Medikamente, zur Muskelentspannung. Durch die Periost Akupunktur, der direkten Nadelung der Knochenhaut, können zusätzliche Heilreize gesetzt werden. 

Unterstützend wirken Physiotherapie, Lymphdrainage und Ergotherapie.

 

 

 

Bei  Fragen wenden Sie sich gerne an mich.

 

Dirk Gahlenbeck,

Arzt und Osteopath,

Moorhof 2d

22399 Hamburg

 

Aus rechtlichen Gründen sei darauf hingewiesen, dass in der Nennung beispielhaft aufgeführter Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Grundsätzlich ist festzustellen dass einigermaßen zuverlässige Aussagen/Studien zur Wirksamkeit und Effektivität osteopathischer Behandlungen

nur bei wenigen Erkrankungen vorliegen. Im wesentlichen bei chronischen Schmerzsyndromen der Wirbelsäule bei muskuloskeletalen Störungen und im viszeralen Bereich. (Deutsches Ärzteblatt 2009,106 (6))

 

Ich weise aus rechtlichen Gründen  ausdrücklich darauf hin, das bei keiner der hier aufgeführten Behandlungsverfahren und Therapie / Angeboten und Informationen der Eindruck erweckt wird,  das hier ein Heilversprechen zugrunde liegt, oder  eine Verbesserung oder Linderung  einer Erkrankung, eines Krankheitszustandes  garantiert oder versprochen wird.